Mittwoch, 02. Dezember 2020

TH Einsatzübung technische Hilfeleistung mit patientenorientierter Rettung am 15. August 2020

"The same procedure as every year" würden wir jetzt sagen, denn wie jedes Jahr fuhr die Löschgruppe Buchholz zur Autoverwertung Hönig nach Düsseldorf Flingern-Süd zu einer Übung raus. Um einen Verkehrsunfall annähernd realistisch für den Ernstfall üben zu können, bedarf es dementsprechend deformierte Fahrzeuge, die uns der Besitzer der Autoverwertung wieder zur Verfügung gestellt hat.
 
Nachdem wir uns vergangenen Dienstabend in einer theoretischen Unterrichtseinheit umfangreich mit der technischen Rettung und der so genannten "golden hour of shock" befassten, wurde dies zum heutigen Thema der Einsatzübung. Mit einer vollen HLF Besatzung und dem MTF ging es gegen 13 Uhr nach Düsseldorf. Dort ereignete sich ein inszenierter Verkehrsunfall mit zwei beteiligten Fahrzeugen und 4 verletzten Personen. Unter ihnen befand sich ein Schwerverletzter und im Fußraum eingeklemmter Fahrer, ein aus dem Rücksitz geschleudertes Kind und zwei leichter verletzten Insassen, die sich selbst befreien und rettungsdienstlich versorgt werden konnten. Das vermisste Kind konnte unweit der Unfallstelle durch die Besatzung des MTFs gefunden und versorgt werden. Hauptaugenmerk der HLF-Gruppe lag auf einen erschütterungsarmen Zugang zum eingeklemmten Fahrer, sowie einer patientenschonenden Rettung aus dem Fahrzeug.
Neben den beiden schweren Rettungsgeräten Schere und Spreizer kam heute auch der hydraulische Rettungszylinder zum Einsatz, mit dessen Hilfe die Fahrzeugfront angehoben und die eingeklemmten Beine des Fahrers befreit werden konnten. Nach rund 30 Minuten konnte der Patient achsengerecht über eine Krankentrage durch das Fahrzeugheck gerettet werden.
 
Im Anschluss der üblichen Übungsnachbesprechung und einer kleinen Stärkungspause wurden noch zu weiteren Übungszwecken am zweiten verunfallten PKW etwaige Schnitttechniken mit Hydraulischer Schere und Spreizer durchgeführt. Hierbei lernten wir, wo man schweres Gerät idealerweise ansetzt und wie man mit verschiedenen Techniken zum gewünschten Ergebnis kommt.
Einen schnellen Abschluss fand der Übungstag leider durch eine Einsatzmeldung für den Löschzug 710. Aufgrund einer schweren Unwetterwarnung für das Duisburger Stadtgebiet wurden wir zur Verstärkung des Grundschutzes zu einer Wachbesetzung an die Feuer und Rettungswache 7 im Duisburger Süden alarmiert. Zu weiteren unwetterbedingten Einsätzen kam es glücklicherweise nicht. Gegen 18:30 Uhr war für uns dann auch die Wachbesetzung mit 16 Kameraden/in beendet.
 
Trotz unseres schnellen Abrückens aus Düsseldorf möchten wir uns an dieser Stelle besonders beim Dirk bedanken, der uns schon seit vielen Jahren sowohl sein Gelände als auch die vielen Übungsfahrzeuge zur Verfügung stellt.
 
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