Montag, 18. November 2019

112 Jahre 3. Artikel

Heute befassen wir uns mit den Arten der Alarmierungen, die damals wie heute nötig sind,
damit im Einsatzfall die Mitglieder der Löschgruppe sofort informiert werden können.
In den Anfangsjahren erfolgte dies durch Hornisten, die im Alarmfall sprichwörtlich ins
Horn tuteten.
Im Jahr 1931 wurden die Mitglieder der Einsatzabteilung an einer Alarmleitung angeschlossen.
In den Wohnungen der Kameraden wurde ein Summer installiert, der durch die Hauptwache
an der Friedenstrasse im Einsatzfall ausgelöst werden konnte.
Im Jahr 1951 wurde auf dem Hause des damaligen Brandmeister Heinrich Burs eine Alarmsirene
installiert. Dadurch konnten die Einsatzkräfte, auch ausserhalb ihrer Wohnungen alarmiert werden.
In den Folgejahren wurde im Einsatzfall parallel zum Sirenenalarm auch mittels Telefonkette alarmiert,
da immer mehr Einsatzkräfte durch den Strukturwandel nicht mehr im Stadtteil Buchholz
arbeiteten. Oft übernahmen dann die Frauen der Kameraden diesen wichtigen Telefondienst.
Im Jahr 2004 erfolgte ein technischer Meilenstein, indem die Alarmierung auf digitale Funkmeldeempfänger (DME)
umgestellt wurde. Zeitgleich wurde die Sirenenalarmierung abgeschafft. Seitdem tragen alle Mitglieder der
Einsatzabteilung diesen Meldeempfänger bei sich und können im kompletten Bereich der Stadt Duisburg sofort
über einen Einsatz informiert werden.
 
Die erste Generation von Funkmeldeempfänger war noch recht einfach gehalten,
da hier nur fest eingespeicherte Texte wiedergegeben werden konnten.
Hier wurde unterschieden in „Einsatz mit Sonderrechte“, „Einsatz ohne Sonderrechte“, „Wachbesetzung“ und „Probealarm“. Die Leitstelle konnte in den Anfangsjahren über ihren digitalen Alarmgeber (DAG), eine bestimmte Löschgruppe, den Löschzug, oder selektiv den Löschzugführer ansprechen.
Ab 2004 wurden dann Textmelder angeschafft, wo neben den oben genannten Informationen, auch
das Einsatzstichwort und die Einsatzadresse angezeigt wird. Durch die nun vorhandene Textanzeige, wurde nun auch Fahrzeugschleifen eingeführt. Damit können z.B. während des Dienstabend, einsatzbereite Löschfahrzeuge alarmiert werden, ohne dass der ganze Löschzug
mitinformiert wird.
 

112 Jahre 2. Artikel

Seit 1911 sind wir in dem Gerätehaus auf der Münchner Str. untergebracht,
die damals noch Schulstrasse hieß.
 
Dazu in unserer Chronik:
Bau eines Spritzenhauses, sowie einiger Arrestzellen und einer Dienstwohnung für einen
Polizei-Sergeanten an der Schulstrasse in Buchholz für 11.709,92 Mark.
 
In den 1960iger Jahren wurde das Gerätehaus durch grössere Umbaumaßnahmen erweitert.
Es wurde ein Aufenthalts-/Schulungsraum mit Küche und ein Sanitärraum angebaut.
Durch das immer breiter angelegte Einsatzspektrum unserer Freiwilligen Feuerwehr, entsprechen
die Räumlichkeiten nicht mehr dem Stand der Technik. Die Einsatzfahrzeuge sind schon seit
2008 in den Fahrzeughallen der Feuer- und Rettungswache 7 der Berufsfeuerwehr untergebracht.
In unserem Gerätehaus steht nur noch ein Mannschaftstransportwagen. Ein Neubau für den kompletten
Löschzug soll in den nächsten Jahren im Bereich Wedau erfolgen.
Das Bild zeigt unser Gerätehaus im Jahr 1957.

112 Jahre 1. Artikel

In diesem Jahr feiert die Löschgruppe 701 ihr 112 jähriges Bestehen!
Aus diesem Anlass wollen wir euch in den nächsten Monaten mit kleinen
Artikeln aus der Vergangenheit berichten.
Wie lange die Bildung einer Freiwilligen Feuerwehr auch damals schon dauerte,
zeigen die Auszüge aus der Akte 17/30a der Bürgermeisterei Angermund:
 
7.8.1868 Der Gemeinderat beschließt an der Schule in Buchholz ein Brandspritzenhaus
zur Unterbringung einer Feuerspritze zu errichten. Die alte Huckinger Feuerspritze
wird in Buchholz stationiert.
 
1.12.1871 Der Weiler Buchholz hat 101 bewohnte Häuser und 102 Haushaltungen. Insgesamt
768 Personen, angehörig zum Bürgermeisteramt Angermund, Gemeinderat Huckingen.
 
21.11.1882 Die königliche Regierung Düsseldorf wünscht die Bildung von Freiwilligen Feuerwehren!
Die Beschaffung von Wasserkufen für Buchholz wird abgelehnt, da die Häuser
vereinzelt liegen.
(Anm. Eine Wasserkufe war eine Art Wassereimer, mit dem das Löschwasser transportiert wurde.)
 
19.7.1887 Die Honnschaft Buchholz, in der Gemeinde Huckingen, bewohnen 1330 Personen.
(Anm. Unter Honnschaft verstand man damals die unterste Verwaltungseinheit auf dem Lande.
 
4.4.1905 Genehmigung der Beschaffung einer vierrädrigen Saug- und Druckspritze von der Firma Beduwe Aachen, für 900 Mark. Die Freiwillige Feuerwehr Huckingen besteht aus zwei Kompanien mit drei Fahrspritzen, eine Handspritze, sechs Feuerhaken, sechs Leitern, 114m Leder- und 70m Gummischlauch.
 
7.6.1907 Der Gemeinderat beschließt die Errichtung einer Freiwilligen Feuerwehr in Buchholz. Genehmigung der Kosten für Gespanne mit drei Mark je Pferd und
60 Pfennige je Stunde für Übungen und Brandwachen.
Die Alarmierung erfolgt durch Hornisten mit Alarmhupen.
 
So wurde am 7. Juni 1907 unsere Löschgruppe gegründet, leider existieren keine Fotos aus dieser Zeit, das beigefügte Bild stammte aus dem Jahr 1925.
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